Zeckenschutz beim Sport

Zecken kommen weltweit vor und es gibt etwa 900 verschiedene Arten. Da sie parasitär leben, befinden sie sich auf der Suche nach einem passenden Wirt, um Blut zu saugen. Dafür besitzen sie verschiedene Sinnesorgane, die ihnen das Auffinden eines geeigneten Wirts ermöglichen. Vor allem ein Organ zur Wahrnehmung von Kohlendioxid, Milchsäure und Buttersäure, welche mit Atem und Schweiß freigesetzt werden, ist ihnen dabei besonders dienlich. Aus diesem Grund ist ein angestrengter, schwitzender Sportler ein besonders gut auffindbareres Ziel für Zecken und der Zeckenschutz beim Sport sollte besondere Beachtung finden.

Da Zecken verschiedene, schwerwiegende Krankheiten übertragen können, sollte gerade in FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis)-Risikogebieten wie Bayern, Hessen, Thüringen oder Baden-Württemberg der gezielte Zeckenschutz beim Sport eine wichtige Rolle spielen. Und auch in den übrigen Regionen Deutschlands gilt: Nehmen Sie sich in Acht vor Zecken! Denn das Borreliose-Risiko ist deutschlandweit erhöht.

Wirksame Zeckenschutzmittel vor Trainingsbeginn auftragen

Experten empfehlen, vor dem Sport bereits ein effektives Zeckenschutzmittel aufzutragen. Anti Brumm®Zecken Stopp zum Beispiel wurde an der Universität Neuchâtel erfolgreich gegen verschiedene Zeckenarten getestet. Fazit: Das Zeckenschutzmittel hält Zecken bis zu 6 Stunden und Mücken bis zu 4 Stunden effektiv fern. Wichtig: Nehmen Sie das Zeckenschutzmittel bei längeren Trainingseinheiten am besten im Rucksack mit. So kann das Repellent bei starkem Schwitzen erneut aufgetragen werden, um den optimalen Schutzeffekt zu erhalten.

Zeckenstiche beim Sport vermeiden: Auf den Wegen bleiben

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Bleiben Sie beim Sport auf befestigten Wegen.

Viele Zeckenarten, wie beispielsweise der „Gemeine Holzbock“, halten sich mit ihren Hinterbeinen an Grashalmen und niedrigen Ästen fest, um in dieser Haltung auf einen potentiellen Wirt zu lauern. Sobald sie diesen wahrnehmen und berühren können, lassen sie die Pflanze los und krallen sich stattdessen schnell am neuen Wirt fest.

Da viele Zecken in Wiesen und Unterholz lauern, ist es ratsam, beim Joggen oder Walken auf den Wegen zu bleiben. Beachten Sie auch: Zecken halten sich gerne auch an Gräsern am Wegesrand fest, um sich dann bei nächster Gelegenheit auf einem vorbeikommenden Jogger abstreifen zu lassen. Wer hier auf Nummer sicher gehen möchte, bleibt eher in der Mitte des Weges.

Die richtige Kleidung

Lange Sportbekleidung kann den Zecken den Zugang zur Haut erschweren und gibt Ihnen somit die Möglichkeit, den Parasiten vor dem Stich zu finden und zu entfernen. Moderne Funktionsunterwäsche leitet den Schweiß nach außen, so dass diese auch bei höheren Temperaturen gut in der „Lang-Version“ getragen werden kann. Für die passende Sportbekleidung ist es außerdem wichtig, helle Farben zu wählen. So lassen sich Zecken nach dem Sport leichter erkennen!

Nach dem Sport: Körper nach Zecken absuchen

Nach dem Training ist nicht nur Stretching angesagt. Wichtig ist es jetzt auch, die Kleidung und den Körper gründlich auf Zecken abzusuchen. Achten Sie auch auf versteckte Stellen wie Kniekehlen, Armbeugen oder den Bereich hinter den Ohren – hier stechen Zecken besonders gerne zu.