Zecken – die wichtigsten Fakten

Zecken werden zu den Spinnentieren gezählt. Die Parasiten, die sich ausschließlich von Blut ernähren, sind auf der ganzen Welt verbreitet.
Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten rund um Zecken für Sie zusammengestellt.

Welche Zeckenarten gibt es?

Insgesamt gibt es etwa 850 verschiedene Zeckenarten. Am häufigsten kommt in Europa der „Gemeine Holzbock“ (Ixodes ricinus) vor. Diese Zeckenart macht in unseren Breitengraden fast 100 Prozent der Zeckenpopulation aus und kann gefährliche Krankheiten wie FSME oder Borreliose übertragen.

Wann ist Zeckensaison in Deutschland?

Zecken lieben es warm! So richtig aktiv sind sie zwischen März und Oktober – hier herrscht also in puncto Zecken Alarmstufe rot. In besonders milden Wintern wurden allerdings auch schon Zeckenstiche außerhalb der eigentlichen Saison beobachtet.

Wie sieht der Lebensraum der Zecke aus?

Die Vorstellung, Zecken würden auf Bäumen leben und sich auf ihre Opfer herunterfallen lassen, ist heute überholt und im Bereich der Zecken-Mythen zu verorten.
Viel höher als bis einige Zentimeter über den Boden kommen Zecken nicht hinaus, denn sie halten sich bevorzugt hier auf:

  • Hohes Gras
  • Gebüsch
  • Unterholz
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Zecken halten sich bevorzugt in hohem Gras und im Gebüsch auf.

Zecken findet man besonders häufig an Waldrändern, Lichtungen oder Bächen. Auch in Gärten oder städtischen Parkanlagen fühlt sich die Zecke wohl!
Dort lauern die Blutsauger, um sich von einem ahnungslosen Jogger oder Spaziergänger abstreifen zu lassen und dann zuzustechen. Zecken haben übrigens keine Augen – ihren „Wirt“ (Säugetiere, Vögel, Reptilien) nehmen sie über den Geruchsinn, genauer gesagt über die Sinneshaare an den Vorderbeinen wahr.

Zeckenbiss oder Zeckenstich – was ist korrekt?

Im Volksmund wird häufig vom Zeckenbiss gesprochen. Tatsächlich handelt es sich allerdings um einen Stich, bei dem die Zecken Blut saugen. Der Stich ist schmerzlos, da vorab von der Zecke ein spezielles „Betäubungsmittel“ abgegeben wird. Anschließend ritzt die Zecke die Haut auf und verankert sich mit Widerhaken in der Haut.
Je nach Entwicklungsstadium saugen Zecken 3-4 Tage (Nymphen) oder 7-9 Tagen (adulte Zecken) Blut. Nach ihrer „Blutmahlzeit“ fällt die mit Blut vollgesogene Zecke von ihrem Wirt ab.

Welche Krankheiten können durch Zecken übertragen werden?

Zecken können bei ihrem Stich Erreger an den Menschen übertragen, die Krankheiten wie FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) oder Lyme-Borreliose auslösen können.
FSME ist in Deutschland vor allem in bestimmten Risikogebieten wie Bayern oder Baden-Württemberg verbreitet, das Borreliose-Risiko wird hingegen in ganz Deutschland als hoch eingeschätzt.
Bis zu 35 Prozent der Zecken tragen Borrelien – die Erreger der Borreliose – in sich.
Seltenere Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden können, sind Ehrlichiose und Babesiose.
Mehr über Zecken als Krankheitserreger erfahren Sie hier.

Wie sollte man Zecken entfernen?

Die Zecke sollte möglichst schnell entfernt werden. Je kürzer die Saugzeit der Zecke, desto geringer ist das Risiko für die Übertragung von Krankheitserregern. Die Entfernung sollte mit einer Zeckenzange oder mit einer Pinzette erfolgen. Die Zecke gerade herausziehen – nicht herausdrehen.
Mehr über die Entfernung von Zecken und weitere Tipps bei Zeckenstichen lesen Sie hier.

Wie kann man sich vor Zecken schützen?

Je besser der Körper durch Kleidung geschützt ist, desto geringer ist das Risiko, dass sich eine Zecke Zugang verschafft. Insofern sollte auf lange Kleidung und festes Schuhwerk geachtet werden.
Zuverlässigen Schutz bieten auch spezielle Sprays gegen Zecken, die auf Basis einer geeigneten Wirkstoffkombination dafür sorgen, dass Zecken durch die Störung ihres Geruchsinns vom Stechen abgehalten werden. Bewährt hat sich zum Beispiel Anti Brumm® Zecken Stopp (in Ihrer Apotheke) auf Basis von Icaridin und Citriodiol®.
Wer in einem Risikogebiet lebt, sollte sich gegen FSME impfen lassen.
Hier finden Sie die besten Tipps zum Schutz vor Zecken im Überblick.