Zecken richtig entfernen

Beim Zecken entfernen kommt es auf die richtige Technik an.

Bei einem Zeckenstich sollte der Parasit möglichst schnell entfernt werden.

Als Parasit (auch Schmarotzer) ernährt sich die Zecke vom Blut artfremder, größerer Tiere, die ihr als sogenannter Wirt dienen.

Aufgrund ihrer geringen Größe gelangt der Blutsauger dabei meist völlig unbemerkt zu seinem neuen Opfer, sei es ein Wildtier, ein Hund, eine Katze oder der Mensch. Nachdem die Zecke den Körper ihres Wirts nach einer geeigneten Stelle abgesucht hat, sticht sie meist völlig unbemerkt zu, denn ihr Speichel enthält eine betäubende Substanz.



Warum Sie sich schützen und Zecken schnell entfernen sollten

Vor einem Zeckenstich sollte man sich bei einem Aufenthalt im Freien gut schützen, beispielsweise mithilfe von Repellents und geeigneter, langer Kleidung. Denn die Parasiten können während des Blutsaugens Krankheitserreger der FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und Borreliose auf den Menschen übertragen.

Während FSME überwiegend in den Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg anzutreffen ist, kommt der Erreger der Borreliose in ganz Deutschland vor.

Wird man trotz Vorsichtsmaßnahmen von einer Zecke gestochen, ist schnelles Handeln gefragt, denn der Parasit sollte so schnell wie möglich entfernt werden. Je länger die Zecke mit Blutsaugen beschäftigt ist, umso höher ist das Risiko einer Übertragung von FSME-Viren und vor allem Borreliose-Bakterien.

Die geeignetsten Hilfsmittel zum Zecken entfernen

Zecken sollten möglichst vorsichtig entfernt und am Stück herausgezogen werden. Dabei sollte der Körper des Parasiten nicht gedrückt, gequetscht oder zerrissen werden. Denn fühlt sich die Zecke bedroht oder wird sie beim Herausziehen getötet, kann es sein, dass sie ihren Mageninhalt in die Wunde entleert. Hierdurch steigt das Infektionsrisiko mit FSME, Borreliose oder anderen Erkrankungen.

Sehr gut für die Entfernung einer Zecke eignet sich eine sogenannte Zeckenkarte, die in der Apotheke erhältlich ist. Sie hat einen Schlitz, der zwischen Zecke und Haut geschoben wird. Daraufhin kann man mit einer nach vorne und oben gerichteten Bewegung die Zecke vorsichtig herausziehen.

Auch spezielle Zeckenzangen oder Zeckenpinzetten eignen sich besonders gut zum Entfernen der Blutsauger. Hierbei greift man die Zecke möglichst nahe des Kopfes. Der Parasit kann dann mit einer Bewegung senkrecht zur Haut herausgezogen werden. Normale Pinzetten eignen sich nicht immer, da sie den Leib der Zecke quetschen können, was vermieden werden sollte.

Ist es nicht möglich, die Zecke selbst zu entfernen, kann ein Arzt weiterhelfen.

Nachbehandlung des Zeckenstichs

Nach dem Entfernen der Zecke sollte die Einstichstelle nach Möglichkeit desinfiziert werden. Darüber hinaus ist es sinnvoll, die betroffene Stelle in den folgenden Tagen gut zu beobachten und auf Krankheitsanzeichen der Borreliose oder FSME zu achten. Treten Beschwerden wie Rötungen, Schwellungen oder Schmerzen auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Notieren Sie sich das Datum des Zeckenstichs und die Stelle, an der Sie gestochen wurden. So ist es im Zweifelsfall einfacher, eine Erkrankung rechtzeitig festzustellen.

So sollten Zecken nicht entfernt werden

Beim Herausziehen der Zecken mit einer Pinzette oder Zeckenzange sollte man darauf achten, die Tiere nicht zu drehen. Auch zu kräftige Bewegungen sollten vermieden werden. Dadurch kann der Parasit zerreißen und Teile der Zecke in der Haut stecken bleiben. Dies kann wiederrum zu Entzündungsreaktionen an der Einstichstelle führen.

Es wird auch davon abgeraten, die Zecken vor dem Entfernen mit Öl, Creme, Nagellack oder Kleber zu beträufeln und zu töten, wie es manchmal zu lesen ist. Dies könnte dazu führen, dass der Parasit seinen Mageninhalt in die Einstichstelle entleert. Dabei könnten vermehrt Erreger aus dem Verdauungstrakt der Zecke in die Wunde gelangen.