Von der Tigermücke bis zur Stechfliege

Zu den bekanntesten Mückenarten zählen Wald- und Wiesenmücken (Gattung Aedes), Hausmücken (Gattung Culex) und Fiebermücken (Gattung Anopheles). Mücken gehören zu den Zweiflüglern (Diptera), da sie über nur ein Flügelpaar verfügen, im Gegensatz beispielsweise zu Wespen mit vier Flügeln. Die Flügel der Mücken erreichen eine sehr hohe Schlagfrequenz von 300 bis 1.000 Schlägen pro Minute. Der Effekt: Das bekannte Summgeräusch der Mücken. Der Klang des Flügelschlags ist übrigens auch von Mückenart zu Mückenart verschieden. Folgende Arten kommen auch in Deutschland vor:

Asiatische Tigermücke

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Die asiatische Tigermücke ist eine unter vielen Mückenarten.

Die Asiatische Tigermücke wird auch Stegomyia albopicta oder Aedes albopictus genannt. Sie stammt aus den süd- und südostasiatischen Tropen und Subtropen. Seit den 1990er-Jahren ist sie auch in Europa verbreitet. Die Tigermücke wird zwischen zwei und zehn Millimeter groß und ist schwarz-weiß gemustert. Die Tigermücke zeigt ein aggressives Verhalten, sie greift vorzugsweise Menschen an und verursacht schmerzhafte Stiche.

Diese können zu starken Schwellungen und heftigen Reaktionen führen, da der Körper, im Gegensatz zu Stichen von einheimischen Mücken, stärker auf das fremde Gift reagiert, das die Insekten injizieren. Diese Mückenart kann außerdem gefährliche Tropenkrankheiten, wie zum Beispiel das Dengue-Fieber, übertragen. Die Erkrankung startet mit grippeähnlichen Symptomen, in seltenen Fällen kann es zu inneren Blutungen kommen. Im schlimmsten Fall hat ein sogenanntes Dengue-Schock-Syndrom (DSS) tödliche Folgen.

Kriebelmücke

Die Kriebelmücke (Simuliidae) ist eine kleine Mückenart, mit einer Körperlänge zwischen zwei und sechs Millimetern. Ihre Färbung kann von rötlich-gelb bis schwarz ausgeprägt sein. Im Unterschied zu Stichsaugern wie den Stechmücken gehören Kriebelmücken zu den „Poolsaugern“. Sie reißen mit ihren Mundwerkzeugen eine relativ tiefe Wunde in die Haut, aus der sie das Blut aufsaugen.

Gnitze

Gnitzen werden auch Bartmücken (Ceratopogonidae) genannt. Sie haben eine stark nach oben gerichtete Brust und bisweilen Haare auf den Flügeln. Mit Hilfe ihrer Mundwerkzeuge bildet diese Mückenart einen Stechrüssel, mit dem sie tief in die Stichwunde eindringen können.

Asiatische Buschmücke

Die Asiatische Buschmücke wird auch als Hulecoeteomyia japonica oder Aedes (Finlaya) japonicus bezeichnet und kommt ursprünglich aus Japan, Korea und Südchina. Sie kann unter anderem das West-Nil-Virus sowie verschiedene Arten von Enzephalitis-Viren übertragen, die eine gefährliche Entzündung des Gehirns bewirken können. Die Farbe ist dunkel- bis schwarzbraun, mit silbrig-weißen Elementen an Körper und Beinen.

Stechfliege

Weitere Namen für die Stechfliege (Stomoxys calcitran) sind Gemeine Stechfliege, Stallfliege, Brennfliege, Wadenstecher oder Wadenbeißer. Vom Aussehen her ist sie der Stubenfliege recht ähnlich. Aber: Die Stechfliege ist hämatophag, das heißt sie saugt Blut. Zu diesem Zweck verfügt diese Mückenart über einen spitzen Stechrüssel.

Schnake

Auch für Schnaken (Tipulidae) gibt es unterschiedliche Bezeichnungen: Von Langbeinmücken, Pferdemücken über Bachmücken oder Mückenhengste bis hin zu Keilhacken oder schlicht „Hexen“. Schnaken sind die größte Mückenart. Sie können bis zu 40 Millimeter lang werden, mit ihren Flügeln erreichen sie eine Spannweite von 50 Millimeter. Gleichzeitig ist ihr Körper extrem dünn. Die Färbung variiert von grau-braun, schwarz-gelb bis schwarz-rot. Die Larven der Schnaken können vor allem bei Gemüsepflanzen eine schädliche Wirkung haben.

Culex

Stechmücken der Gattung Culex sind in Europa heimisch, davon sind zahlreiche Arten in Deutschland bekannt. Da nur die Weibchen Blut saugen, verfügen diese – im Gegensatz zu den Männchen – über einen Stechrüssel. Sie saugen damit das Blut von Menschen und Tieren, Einige Culex-Arten bevorzugen Vögel, andere Frösche oder Reptilien. Die Männchen hingegen ernähren sich mit ihren saugenden Mundwerkzeugen ausschließlich von Pflanzensäften.