Zecken entfernen & weitere Tipps bei Zeckenstichen

Rasche Entfernung der Zecke ist wichtig

Grundsätzlich gilt: Wenn eine Zecke zugestochen hat, gilt es, diese so rasch wie möglich zu entfernen. Auch wenn Hektik fehl am Platz ist – je länger sich die Zecke festsaugt, desto größer ist das Risiko der Übertragung von Krankheitserregern und damit auch für FSME oder Lyme-Borreliose.

Teebaumöl gegen Zecken? Hausmittel besser meiden!

Egal ob Teebaumöl oder Klebstoff – derartige „Hausmittel“ gegen Zecken sind in den Bereich der Zecken-Mythen zu verbannen. Denn wer so vorgeht, der setzt die Zecke dem Todeskampf und damit enormem Stress aus. Auf diese Weise steigt das Risiko, dass die Zecke ihren Darminhalt in die Wunde entleert – mögliche Krankheitserreger inklusive.

Zecke entfernen? Am besten mit der Zeckenzange!

Zur Entfernung der Zecke eignet sich idealerweise eine Zeckenzange (z.B. in der Apotheke) oder auch eine handelsübliche Pinzette: Die Zecke möglichst nah an der Haut greifen und gerade herausziehen. Sollte ein Teil der Zecke in der Haut verbleiben, kann dieser problemlos durch den Arzt entfernt werden. Nach dem Entfernen die Stichstelle desinfizieren.

Datum und Einstichstelle notieren

Auch wenn es Ihnen ein wenig „übervorsichtig“ erscheinen mag – ein Zeckenstich sollte dokumentiert werden. Notieren Sie sich Datum und Körperstelle – dies ist wichtig, falls es später zu Symptomen kommen sollte, die auf einen Zeckenstich zurückgehen könnten. Eine genaue Dokumentation erleichtert dem Arzt die Ursachenforschung.

Zecken entfernen & weitere Tipps bei Zeckenstichen

Nach einem Zeckenstich sollten Sie Ihre Haut über mehrere Wochen hinweg genau beobachten. Die sogenannte Wanderröte (kreisrunde Rötung um die Einstichstelle, die sich zunehmend ausbreitet) ist beispielsweise bei einer Borreliose-Infektion typisch. Allerdings tritt diese Hautveränderung nur bei etwa 50 Prozent der Betroffenen auf. Auch bei plötzlichem, hohem Fieber und grippeartigen Symptomen sollten Sie zur Sicherheit einen Arzt aufsuchen – diese unspezifischen Symptome können auf eine Borreliose oder FSME hindeuten.