Malaria, Dengue-Fieber & Co.: Mücken als Krankheitsüberträger

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Vor Reisen in bestimmte Regionen Afrikas kann eine Gelbfieber-Impfung sinnvoll sein.

Hierzulande sind Mücken vor allem eines: Lästig. Doch Mücken können dem Menschen durchaus gefährlich werden, denn sie können verschiedenste Krankheitserreger wie Viren, Parasiten oder Bakterien übertragen und damit Krankheiten wie Malaria, Dengue-Fieber, West-Nil-Fieber oder Chikungunya-Fieber auslösen. Vor allem vor Fernreisen gilt es, sich über mögliche Krankheitsrisiken zu informieren und entsprechend vorzubeugen.


Exotische Mückenarten auch in Europa auf dem Vormarsch

Auch in Europa nimmt die Bedeutung der Mücke als Krankheitsüberträger zu. So haben Experten festgestellt, dass zunehmend exotische Mückenarten den Weg in unsere Breiten finden. Vor allem der Klimawandel scheint dafür verantwortlich zu sein, dass sich beispielsweise die Malariamücke Anopheles plumbeus in ländlichen Regionen Süddeutschlands ausbreitet. Der Tod von elf Menschen in Griechenland im Jahr 2011 wird ebenfalls auf eine zugewanderte Mückenart zurückgeführt: den japanischen Buschmoskito. Lesen Sie mehr über neue Mückenarten in Deutschland. Zuverlässiger Mückenschutz spielt also nicht nur bei Fernreisen, sondern auch hierzulande eine wichtige Rolle.

Durch Mücken übertragbare Krankheiten – Überblick

Welche Krankheiten können durch Stechmücken übertragen werden? Hier einige der wichtigsten Infektionskrankheiten im Überblick:

Malaria

Malaria zählt weltweit zu den bedeutendsten Infektionskrankheiten und wird durch Parasiten der Gattung Plasmodium verursacht. Als Überträgermücke gilt die Anophelesmücke, die vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv ist. Jährlich sterben etwa 1,5 -2,7 Millionen Menschen an den Folgen einer Malariainfektion1.
Wichtig: Informieren Sie sich vor Reisen in tropische und subtropische Regionen über das Risiko für Malaria und weitere Infektionskrankheiten.
Anlaufstelle ist der Hausarzt oder das Tropeninstitut.

Wo herrscht erhöhtes Malaria-Risiko?

Malaria ist in tropischen und subtropischen Regionen verbreitet. Malariagebiete sind zum Beispiel zu finden in:

  • Afrika (etwa 90 Prozent aller Malaria-Fälle; Touristen sind v.a. nach Reisen nach Kenia und Westafrika betroffen)
  • Asien
  • Südamerika

Möglich ist auch eine Malaria-Infektion am Flughafen („Flughafenmalaria“), wenn die Anopheles-Mücke als blinder Passager im Flugzeug oder auf dem Gepäck den Weg in andere Länder gefunden hat. Grundsätzlich gilt: Vor Reisen in tropische und subtropische Regionen sollte man sich über das dortige Malariarisiko informieren (Anlaufstelle: Hausarzt, Tropeninstitut)

Malaria Symptome

Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen dem Mückenstich und dem Ausbruch der Malaria, beträgt 7 bis 40 Tage. In einigen Fällen ist die Inkubationszeit auch länger. Je nach Malaria-Art können dann unterschiedliche Symptome auftreten. Häufig klagen die Betroffenen zunächst über diffuse Beschwerden, die oftmals fälschlicherweise einem grippalen Infekt oder einer Magen-Darm-Infektion zugeschrieben werden. Mögliche Malaria-Symptome sind:

  • Allgemeines Krankheitsgefühl
  • Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Fieber (häufig Fieberphasen, bei Malaria tropica auch anhaltend hohes Fieber mit schwerem Krankheitsgefühl)
  • Schüttelfrost
  • Gelegentlich Durchfall und Erbrechen
Sollten Sie während oder nach Reisen in Risikogebiete Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Durchfall bekommen, ist ein Arztbesuch ratsam. Mit einem Bluttest kann der Parasit leicht nachgewiesen werden.

Malaria-Behandlung

Sollte ein Malariaerreger nachgewiesen worden sein, ist umgehend eine gezielte Behandlung wichtig, um schweren Verläufen entgegenzuwirken.
Die Behandlung von Malaria erfolgt medikamentös (Standardmedikament Chloroquin, ggf. Antiparasitenmittel). Die schwerste Malaria-Form (Malaria tropica) wird in der Regel stationär behandelt. Wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Schutz vor Mücken – Schutz vor Malaria

Eine wichtige Maßnahme zum Schutz vor Malaria ist ein zuverlässiger Mückenschutz.
Vor allem in der Dämmerung ist Vorsicht geboten, denn die Anopheles-Mücke wird erst richtig munter, wenn die Sonne untergeht! Lange Kleidung und Moskitonetze sind eine wichtige Basis zum Schutz gegen die Malaria-Mücken. Darüber hinaus gehören aber zuverlässige Mückensprays ins Reisegepäck. Anti Brumm® Forte, ist auch für die Tropen geeignet und schützt mittels DEET bis zu 6 Stunden vor dämmerungs- und nachtaktiven Insekten.
Für einige Gebiete werden zusätzlich präventive Medikamente (Chemoprophylaxe) sowie die Mitnahme eines Notfallbehandlungs-Sets (Malariamittel) empfohlen.

Weitere durch Mücken übertragene Infektionskrankheiten im Überblick

  Chikungunya-Fieber Dengue-Fieber Gelbfieber West-Nil-Fieber
Risikogebiete2 Süd- und Südostasien, Arabische Halbinsel, Inseln des Indischen Ozeans, Südeuropa Tropische und subtropische Regionen wie z.B. Südostasien, Pazifik, tropisches Afrika, Mittelamerika, Karibik; südliches Europa (erste Fälle in Südfrankreich und Kroatien) Tropisches Afrika (Elfenbeinküste!), tropisches Mittel- und Südamerika (z.B. Bolivien, Brasilien, Peru, Kolumbien) Afrika, Israel, Westtürkei, Mittlerer Osten, Indien, Teile Südostasiens, Teile Nord- und Mittelamerikas
Erreger Chikungunyavirus Denguevirus Gelbfiebervirus West-Nil-Virus
Übertragung Verschiedene tagaktive Stechmückenarten (verschiedene Aedes-Arten) Verschiedene, teils tagaktive Stechmückenarten (z.B. Aedes aegypti) Stechmücken der Gattungen Aedes und Haemagogus Verschiedene Stechmückenarten (Culex-, Aedes- und Mansonia-Arten)
Inkubationszeit 7-9 Tage 3-14 Tage 3-6 Tage 2-14 Tage
Mögliche, erste Symptome3 Plötzlich schneller Fieberanstieg,
Kopfschmerzen,
Bindehautentzündung,
Muskel- und Gelenkbeschwerden
Plötzlicher Fieberanstieg bis 40 Grad, Schüttelfrost, starke Kopfschmerzen, Hautrötung (blasses Exanthem), starke Muskel- und Gelenkbeschwerden, Bindehautentzündung, Lymphknotenschwellungen,
Entfieberung (1-2 Tage), dann wieder Fieberanstieg
Fieber (bis 40 Grad), Schüttelfrost, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen – anhaltend für 3-4 Tage.
Erneuter Fieberanstieg und Blutungen bei etwa 15 Prozent der Patienten („Toxische Phase“)
Fieberhafte, grippeähnliche Erkrankung (3-6 Tage Dauer)
Blasses Exanthem; ggf. Muskelschwäche, schwache Lähmungen
Komplikationen Andauernde Gelenkbeschwerden Blutungen (hämorrhagischer Verlauf); Dengue-Schocksyndrom (Fieber, Kreislaufversagen) Organschäden, ZNS-Störungen Enzephalitis (Gehirnentzündung); meist aber komplikationslos
Behandlung Schmerzmittel, Antiphlogistika Symptomatische Behandlung, ggf. stationär Symptomatische Behandlung in Infektionsklinik Symptomatische Behandlung
Vorbeugung Mückenschutz (z.B. lange Kleidung, tropentaugliche Mückensprays) Mückenschutz (z.B. lange Kleidung, tropentaugliche Mückensprays) Mückenschutz (z.B. lange Kleidung, tropentaugliche Mückensprays), Impfung Mückenschutz (z.B. lange Kleidung, tropentaugliche Mückensprays)
Impfung möglich? nein in Erprobung Ja, vorgeschrieben für Reisende in Gelbfiebergebiete (Schutz setzt nach 10 Tagen ein) in Vorbereitung

Prophylaxe: Vermeidung von Mückenstichen schützt vor Infektionen

Wer auf Reisen Infektionskrankheiten vorbeugen möchte, für den spielt der Mückenschutz eine zentrale Rolle. Denn Impfungen sind nicht für alle Krankheitsbilder verfügbar und auch diese bieten im Fall des Falles nicht immer hundertprozentigen Schutz.
Als wichtigste Prophylaxe-Maßnahme wird von Experten die sogenannte „Expositionsprophylaxe“ empfohlen. Das bedeutet auf gut deutsch: Schützen Sie sich so gut es geht vor Mückenstichen! Lange Hosen und langärmlige Shirts sind ebenso wichtig wie Moskitonetze über dem Bett. In der Dämmerung sollte man sich möglichst in geschlossenen Räumen aufhalten, da dann besonders viele gefährliche Mückenarten aktiv sind.
Zur Expositionsprophylaxe in Risikogebieten zählt auch ein zuverlässiges Repellent, also ein gut wirksames Mückenschutzmittel.
Gegen Dengue-Fieber empfiehlt die World Health Organisation (WHO) beispielsweise Repellents, die den Wirkstoff DEET enthalten.
Ein Wirkstoff, der zum Beispiel in Anti Brumm® Forte (in Ihrer Apotheke) enthalten ist. Das Mückenspray schützt bis zu 6 Stunden zuverlässig vor Mückenstichen und ist für alle Regionen inklusive der Tropen geeignet.
Auch das Schweizerische Tropeninstitut hat dieses zuverlässige Mückenspray gegen bestimmte Mückenarten (Malaria- und Gelbfieberüberträger) erfolgreich getestet – und das STI Gütesiegel verliehen.
Hier finden Sie weitere Hintergrundinformationen zu Anti Brumm® Forte.
Sie benötigen weitere Informationen für Ihre Reisevorbereitung? Insektenschutz auf Fernreisen.



1RKI Ratgeber für Ärzte: Malaria, Stand 2006
2Informieren Sie sich vor Reiseantritt über das aktuelle Infektionsrisiko für Ihr Reiseland.
3Atypische Verläufe sind bei einigen Infektionskrankheiten möglich. Im Krankheitsverlauf kann es bei den beschriebenen Krankheiten zu weiteren Symptomen kommen.