Mückenschutz beim Wandern

Der Brite Ed Stafford ist innerhalb von zwei Jahren 6.500 Kilometer den Amazonas entlang marschiert und wurde dabei nach eigenen Angaben von 50.000 Mücken gestochen. Wer die Anzahl der Stiche lieber auf Null reduzieren möchte, kann bei Wanderungen – wie auch bei anderen Outdoor-Aktivitäten – mit gezielten Mückenschutz-Maßnahmen dafür sorgen, dass blutsaugende Insekten die Freude an der Bewegung im Freien nicht beeinträchtigen.

Lange, funktionelle Kleidung

Familie beim Wandern mit langer Kleidung als Schutz vor Mücken und Zecken

Beim Wandern vor Mücken schützen– lange und funktionelle Kleidung mit möglichst hellen Farben kann helfen, Insekten fernzuhalten.

Moderne Outdoor-Bekleidung verfügt über spezielle Beschichtungen, die Mücken abhalten. Darüber hinaus empfiehlt es sich, möglichst viele Stellen des Körpers zu bedecken, damit die Insekten weniger Möglichkeiten haben zu stechen. Funktionelle, atmungsaktive Kleidung bietet trotz sommerlicher Hitze einen guten Tragekomfort, da der Schweiß durch die Kleidung entweichen kann. Helle Kleidung ist zu bevorzugen, da Mücken eher auf dunklen als auf hellen Flächen landen. Außerdem empfiehlt sich eine Kopfbedeckung beim Wandern, nicht nur zum Schutz vor den Sonnenstrahlen, sondern auch vor möglichen Mückenstichen.

Die Route richtig wählen

Mücken halten sich bevorzugt an stehenden Gewässern auf, da sie hier ideale Bedingungen vorfinden, um ihre Eier abzulegen. Wer also nicht auf Insekten treffen möchte, sollte Seen und Teiche meiden.

Die richtige Zeit wählen

Morgens und am Vormittag zeigen Mücken keine großen Aktivitäten, im Gegensatz zum späten Nachmittag und Abend. Auch die Tageszeit ist also ein entscheidender Faktor, um die Gefahr von Insektenstichen zu verringern.

Tipp: Repellents in den Rucksack packen

Bevor die Wanderung startet, kann man Mückenschutzmittel auf die freien Hautstellen auftragen. Dies schützt bis zu sechs Stunden vor Insektenstichen. Schwitzt man während der Wanderung sehr stark, ist es ratsam, die Anwendung zu wiederholen.

Wenn es doch zu einem Stich kommt: Spitzwegerich

Manchmal wächst die Erste Hilfe-Maßnahme gleich am Wegesrand. Spitzwegerich gilt als bewährtes Hausmittel. Die Blätter werden in der Hand zerrieben und auf den Stich gelegt. Bei einem Aufenthalt in der heimischen Natur ist der Spitzwegerich fast überall zu finden.