Hausmittel gegen Mücken

Ein gemütlicher Grillabend auf der Terrasse oder ein erholsames Nickerchen bei offenem Schlafzimmerfenster – der Sommer könnte so schön sein. Wären da nicht die im Sommer weit verbreiteten Mücken, die uns das Leben binnen weniger Minuten mehr als schwer machen können. Wo sie auftauchen, fuchteln, schlagen und flüchten wir und die eben noch so entspannte Stimmung ist dahin. Welche Hausmittel gegen Mücken dazu beitragen, dass Sie künftig laue Sommerabende genießen und nachts ohne das störende Surren der Schnaken durchschlafen können, erfahren Sie hier.

Öle, die gegen Mücken helfen können

Wer sich mit Hausmitteln gegen Mücken wehren will, kann mit einfachen Duftstoffen arbeiten, die Stechmücken nicht mögen. Darunter fällt zum Beispiel auch das Nelkenöl. Stellt man ein offenes Fläschchen davon auf oder gibt ein paar Tropfen Öl in eine kleine Schale, kann dies helfen, die Plagegeister fernzuhalten. Ein weiteres bekanntes Hausmittel gegen Mücken sind die Gewürznelken selbst, die selbst im getrockneten Zustand noch einen knapp 20-prozentigen Öl-Anteil aufweisen. Deshalb kann es gegen Insekten wirksam sein, aufgeschnittene Orangen oder Zitronen mit Nelken zu bestücken und im Raum zu verteilen. Gerade in Kombination mit den Zitrusfrüchten entfalten sie ihr Aroma besonders gut. Auch Citronella-Öl kann Mücken auf Distanz halten. In mehrere Duftöllampen abgefüllt, verbreitet sich der Geruch im ganzen Haus – das funktioniert übrigens ebenso mit Lavendelöl, dessen Geruch von vielen Menschen als sehr angenehm empfunden wird. Die unterschiedlichen Öle können auch auf Kleidungsstücken oder Bettlaken ihre Wirkung entfalten. Geben Sie hierfür einfach ein paar Tropfen auf den Stoff. Empfindliche Haut sollte jedoch besser nicht mit den unverdünnten Ölen in Berührung kommen, denn das kann unter Umständen zu Reizungen oder Allergien führen.

Essig kann Mücken verjagen

Auch Essigessenz haben Sie bestimmt zwischen Sonnenblumenöl und Balsamico im Küchenregal stehen. Holen Sie die klare Flüssigkeit ruhig einmal hervor! Denn der stechende und saure Geruch eignet sich nicht nur zum Reinigen von Edelstahl, sondern auch gut zur Mückenabwehr. Leider empfinden auch wir Menschen diesen Geruch als eher unangenehm, deshalb empfiehlt es sich, das gefüllte Schälchen draußen auf dem Fensterbrett oder vor dem Eingang der Balkontür zu platzieren. Auch eine Flasche Apfelessig gemischt mit etwas Wasser kann sowohl im Haus als auch draußen helfen, Mücken mit einfachen Mitteln zu bekämpfen. Stellen Sie die Mixtur hierfür möglichst nah an Ihren Aufenthaltsort beispielsweise in einer Schale auf.

Auch Pflanzen zeigen Wirkung

Katzenminze zum Schutz vor Insekten und Mücken

Katzenminze (Nepata)

Ein für Mücken und Wespen unangenehmes Aroma verströmt die sogenannte Duft-Geranie „Moskito-Schocker“ (Pelargonium crispum). Sie kann in Kübeln, Balkonkästen oder Blumentöpfen eingepflanzt und auf die Terrasse oder auf die Fensterbänke gestellt werden, um den Störenfrieden den Weg nach innen zu versperren. Ebenso wie die Geranie bildet auch die Katzenminze (Nepata) eine Duft-Barriere mit Zitrus-Note. Sie hingegen eignet sich auch als Zimmerpflanze.

Manche Menschen berichten außerdem von guten Erfahrungen mit Tomatenpflanzen. Platzieren Sie die Stöcke am besten rund um ihren Essplatz im Freien. Dann können Sie beim nächsten Kaffeeklatsch ungestört ein Stück Kuchen genießen.

Frösche und Goldfische im Kampf gegen Mücken

Wer die Regentonne direkt unter dem Schlafzimmerfenster positioniert, braucht sich nicht über kreisende Stechmücken über dem eigenen Bett wundern. Denn stehende Gewässer dienen den Mücken als Eiablage, ihre Larven wachsen darin heran. Leider sind auch kleine Teiche und Tümpel dafür prädestiniert. Eine Lösung können dann die natürlichen Feinde der Mücken sein: Frösche und Goldfische lassen sich ganz einfach im Gewässer halten und können dazu beitragen, die lästigen Blutsauger zu bekämpfen.

Seife ist wirksam gegen Insekten

Auch wenn es für uns Menschen natürlich unverständlich ist: Mücken lieben Schweißgeruch. Die Menge und auch die Zusammensetzung hat Einfluss auf das Stichverhalten der Tiere. Eine gründliche Körperhygiene ist also unerlässlich, wenn man von Mücken nicht gestochen werden möchte. Um den eigenen Geruch zu minimieren, hilft das Waschen mit richtiger Seife. Im Gegensatz zum Duschgel, das paraffinhaltig ist und die Haut eher verkleistert als reinigt, wäscht reine Seife die Körperausdünstungen intensiv ab. So locken Sie die Mücken erst gar nicht an und bei der nächsten Grillparty bleiben Sie (möglicherweise) verschont.

Ebenfalls wichtig: Die richtige Kleidung

Nicht zu vernachlässigen bei der Mückenabwehr ist aber auch die Bedeutung der Kleidung. Natürlich lautet die Devise: Je mehr Stoff die Haut umgibt, desto besser. Aber nicht nur dieser Aspekt spielt eine Rolle. Denn Mücken „fliegen“ auf Farben! Je heller also Ihre Kleidung, desto weniger Aufmerksamkeit erregen Sie bei den penetranten Stechinsekten. Außerdem sollten Sie weite Kleidung wählen, denn dadurch haben die Stechmücken nicht die Möglichkeit, einfach durch die Kleidung hindurchzustechen.

Mückengitter, Moskitonetze und Co.

Ob Hausmittel oder nicht- darüber lässt sich streiten. Sehr hilfreich auf jeden Fall sind auch mechanische Barrieren im Kampf gegen Mücken. Dazu zählen zum Beispiel Moskitonetze (über dem Bett) oder auch Mückengitter/Fliegengitter. Sie sind in den unterschiedlichsten Größen und Ausführungen erhältlich und können vor die Fenster gespannt werden. Dadurch kann auch im Sommer und bei Licht das Fenster geöffnet bleiben, ohne dass die Plagegeister ins Haus gelangen. Für Balkontüren gibt es eine ähnliche Lösung: die schwenkbare Moskitotür. Gerade in Gebieten, die nahe an stehenden Gewässern liegen, kann sich eine solche Investition durchaus lohnen. Diese Tipps sollten Ihnen helfen, Mücken natürlich und mit einfachen Mitteln zu bekämpfen. Wer zusätzlich auf Nummer sicher gehen möchte (oder aufgrund einer Insektengiftallergie sichergehen muss), dem stehen auch bei empfindlicher Haut verschiedene, sehr wirkungsvolle Mückensprays für die ganze Familie zur Verfügung. Diese basieren mittlerweile auf verschiedensten Wirkstoffen und können auch ergänzend auf die Kleidung aufgetragen werden.