DEET – lang anhaltender Schutz vor Insekten

repellents

Der Wirkstoff DEET wurde bereits 1946 entwickelt.

Auf dem Gebiet der Insektenabwehrstoffe ist kaum ein Wirkstoff so gut erforscht, wie N-N-Diethyl-m-toluamid – kurz DEET genannt. Wirkung und Sicherheit des seit mehr als 50 Jahren verwendeten synthetischen Wirkstoffs sind heute umfassend belegt1.

Nicht umsonst wird DEET als der effektivste Wirkstoff 2 und als Goldstandard der Insektenabwehrmittel3 bezeichnet. Aufgrund des breiten Wirkspektrums und der Wirkdauer von DEET werden Repellents mit diesem Wirkstoff (z.B. Anti Brumm® Forte, in Ihrer Apotheke) auch für Reisen in die Tropen und damit zum Schutz vor Krankheiten wie Malaria oder Dengue-Fieber empfohlen.

DEET: Von der US-Armee 1946 entwickelt

DEET ist im Bereich Mückenschutz bereits sehr mehr als 50 Jahren erfolgreich im Einsatz. Ursprünglich wurde der Wirkstoff im Jahr 1946 für den Einsatz in mückenreichen Gebieten entwickelt und patentiert. Bereits seit 1957 befindet sich der Wirkstoff im Handel. Bis heute ist er aufgrund seiner Effektivität äußerst beliebt – mehr als 100 Millionen Menschen nutzen DEET pro Jahr.

DEET heute: Europäische Behörden bestätigen Wirksamkeit und Sicherheit

Die Effektivität des Wirkstoffs DEET lässt sich auch an der Aufnahme von DEET in den begehrten offiziellen Anhang 1 der EU-Richtlinie 98/8 ab 1. August 2012 ablesen. Denn diese „Formalität“ bedeutet übersetzt eine zehnjährige Genehmigung von DEET in der EU für den Einsatz in Repellentien. Basis dieser Maßnahme sind umfassende Unterlagen zu Wirksamkeit und Sicherheit des Stoffes, die den europäischen Behörden bereits bis April 2006 vorgelegt werden mussten und entsprechend beurteilt wurden.

Wirkweise von DEET

Wie wirkt DEET? Experten vermuten, dass der Wirkstoff den generellen Duftrezeptor von Mücken blockiert und auf diese Weise dafür sorgt, dass sie Duftstoffe aus menschlichem Schweiß und Blut gar nicht mehr oder nur vermindert wahrnehmen können und deshalb nicht mehr angelockt werden. Ein raffinierter Wirkmechanismus, der zahlreiche Insekten effektiv abhalten kann. So wirkt DEET unter anderem gegen:

  • Mücken
  • Bremsen
  • Fliegen
  • Zecken
  • Flöhe
  • Milben

Mückenschutz: DEET als sicherer Wirkstoff?

DEET zählt zu den synthetischen Wirkstoffen, deren Wirksamkeit und Sicherheit als hoch beurteilt werden. Rötung und Brennen treten als Nebenwirkungen insbesondere dann auf, wenn die Anwendungshinweise nicht ausreichend beachtet und das DEET-haltige Repellent nicht sachgemäß angewendet wurde. Insofern ist es wichtig, bei der Anwendung von Mückensprays mit DEET die Anwendungshinweise genau zu befolgen:

  • Wirkstoff nicht auf Wunden und Schleimhäute auftragen
  • Kontakt mit Kunststoffmaterialen (Handy, Lacke, Farben etc.) meiden
  • Sonnencreme immer vor dem Repellent auftragen und erst nach mindestens 30 Minuten das Mückenspray aufsprühen
  • Nach Wasserkontakt oder starkem Schwitzen das Repellent erneut auftragen
  • Anwendung bei Kindern: Gemäß Anwendungshinweisen (abhängig vom DEET-Gehalt), grundsätzlich sparsame Anwendung bei Kindern. Für Säuglinge ist DEET nicht geeignet.
  • In Schwangerschaft und Stillzeit sollten DEET-haltige Produkte nicht angewendet werden.

Achten Sie auch auf die Packungsbeilage und sprechen Sie im Zweifelsfall mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

DEET – auch für die Tropen geeignet

Neben dem breiten Wirkspektrum und der zuverlässigen Wirkdauer bei ausgewählten DEET-haltigen Repellents zeichnet sich der Wirkstoff DEET auch durch seine Tropentauglichkeit aus. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt zum Schutz vor Dengue-Fieber Repellents auf Basis von DEET. Generell wird bei Reisen in die Tropen zu DEET-haltigen Präparaten geraten – sowohl von der WHO als auch vom Schweizer Tropeninstitut. Die Empfehlung lautet darüber hinaus, Insektenschutzmittel von zu Hause mitzubringen, da Produkte im Ausland hinsichtlich der verwendeten Wirkstoffe und der Wirkstoffkonzentration deutlich variieren können.



1 Schlitzer, M.et.al. erfolgreich gegen den Insektenangriff, PZ. Ausgabe 11/2008
2 WHO
3 Dr. Stoya, E.: Repellents. PTA Aktuell, Mai 2012