Bremsen – schmerzhafte Stiche, gefährliche Krankheiten

Bremsen zählen ebenso wie die Mücken zu den Zweiflüglern (Diptera). Es gibt bis zu 4.000 Bremsenarten weltweit. Genau wie bei den Mücken saugen nur die Weibchen Blut. Bremsen sind auch unter den Namen „Blinde Fliege“ oder „Blinder Kuckuck“ bekannt. Sie werden etwa 3,5 cm lang und ihre Facettenaugen sind auffallend fleckig gefärbt. Ihre sägeartigen Mundwerkzeuge sorgen für schmerzhafte Stiche beim Blutsaugen.

Drei weit verbreitete Gattungen

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Die Bremse verursacht schmerzhafte Stiche.

In Deutschland kommen folgende Bremsenarten am häufigsten mit Menschen in Kontakt: Die Pferdebremse (Tabanus sudeticus) hat glasklare Flügel und meist einheitlich gefärbte Augen oder Augen mit farbigen Querstreifen. Die Regenbremse, auch Blinde Fliege genannt (Haematopota pluvialis), besitzt gefleckte Flügel und eine zickzackförmige Augenfärbung. Und die Chrysops flavipes, deren Flügel jeweils einen breiten Streifen haben und deren Augen fleckenhaft gemustert sind.

Leise, schnell, hartnäckig

Bremsen können dank ihrer leistungsfähigen Komplexaugen die Bewegungen von Menschen erkennen und ihre „Zielobjekte“ mit sehr hohem Tempo verfolgen, selbst Fahrradfahrer oder Reiter. Schon ein Stich genügt und es können diverse Krankheitserreger über das Gift ins Blut eindringen.

Angelockt von Schweiß

Die Bremsen werden durch den Duft von Schweiß angezogen und reißen mit ihren groben Mundwerkzeugen eine Wunde in die Haut. An der Einstichstelle bildet sich eine Schwellung (Quaddel). Vor dem Blutsaugen spritzen die Bremsen ein gerinnungshemmendes Sekret in die Wunde, wodurch diese weiterblutet, auch nachdem die Bremse schon Blut gesaugt hat. Die Tiere können immerhin 0,2 ml Blut bei einem Saugvorgang aufnehmen.

Symptome eines Bremsenstichs

Es kann bis zu zwei Wochen dauern, bis die Stichstelle komplett verheilt ist. Neben der langen Heilungszeit sind Bremsenstiche auch dadurch gekennzeichnet, dass sie sofort schmerzhaft spürbar sind, sehr stark jucken, eine rote Schwellung bilden und deutlich größer als zum Beispiel Mückenstiche sind.

Bremsen als Krankheitsüberträger

Normalerweise verläuft ein Bremsenstich harmlos, er kann allerdings auch gefährliche Konsequenzen haben. Die Infektion erfolgt bei Bremsenstichen über die mechanische Übertragung, das heißt, das Tier gibt Krankheitserreger durch den Stich und das dabei injizierte, infektiöse Sekret weiter. Auf diese Weise können Bremsen Krankheiten auf den Menschen übertragen.